Nobuhiko OBAYASHI 大林宣彦

Hanagatami

花筐

Nippon Cinema   ª 

Japan 1941: Der 17-jährige Toshihiko kehrt von Amsterdam in seine Heimatstadt zurück, um bei seiner Tante und todkranken Cousine zu leben. Er freundet sich mit dem athletischen Ukai und dem nachdenklichen Kira an. Gemeinsam feiern sie ausgelassen ihre Jugend, umso mehr, da sie im Angesicht des nahenden Krieges wissen, dass sie jederzeit enden könnte. Nobuhiko OBAYASHI erfüllt sich mit der Verfilmung von Kazuo DANs gleichnamigem Roman aus dem Jahr 1937 einen alten Traum. Der 80-jährige Regieveteran brennt ein stilistisches Feuerwerk ab, dessen irreale Bildwelten in ihrer betonten Künstlichkeit umso eindringlicher wirken.

花筐

Japan 2017

169 Minuten

Regie
Nobuhiko OBAYASHI

Drehbuch
Nobuhiko OBAYASHI, Chiho KATSURA nach einem Roman von Kazuo DAN

Kamera
Hisaki SANBONGI

Über Nobuhiko OBAYASHI
大林宣彦

Nobuhiko OBAYASHI wurde 1938 in Onomichi (Präfektur Hiroshima) geboren. Nachdem er in den 1960er Jahren zahlreiche Experimentalfilme gedreht hatte, setzte er 1977 sein kommerzielles Spielfilmdebüt um: den Horrorfilm HOUSE (NC ’12 und NC ’20), der heute als Kultklassiker gilt. Für SADA gewann er 1998 bei der Berlinale den FIPRESCI-Preis. In seinem Werk setzte er sich immer wieder mit dem Alltag zu Kriegszeiten auseinander, so auch in CASTING BLOSSOMS TO THE SKY (NC ’12), SEVEN WEEKS (NC ’15) und HANAGATAMI (NC ’18). Neben seinen Arbeiten für das Kino verwirklichte er über 3.000 Werbespots mit internationalen Schauspieler*innen. Er verstarb am 10. April 2020.

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