Keisuke KINOSHITA 木下恵介

Carmen Comes Home

カルメン故郷に帰る

Nippon Retro   ² 

Ein kleines Dorf in der Präfektur Nagano erwartet hohen Besuch: Okin, die unter ihrem Bühnennamen Lily Carmen in Tokio zum Star geworden ist, will nach Jahren ihren Vater in der ländlichen Heimatstadt besuchen. Was hier noch niemand weiß: Berühmt ist Okin in der Stadt als Striptease-Tänzerin. Im ersten Farbfilm Japans kommentiert Keisuke KINOSHITA mit viel Ironie den Kontrast zwischen Stadt- und Landbevölkerung.

カルメン故郷に帰る
Karumen kokyo ni kaeru

Japan 1951

86 Minuten

Über Keisuke KINOSHITA
木下恵介

Keisuke KINOSHITA (1912–1998) zählt zu den bedeutendsten japanischen Regisseur*innen. Für das Studio Shochiku drehte er ab 1943 populäre Dramen, Komödien, Romanzen, Geistergeschichten und Noir-Filme und fand innerhalb der Konventionen starke Bilder. Nach ARMY (1944) durfte er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr arbeiten. Ab 1945 war die Spannung zwischen der Vergangenheit und der Hoffnung auf einen Neuanfang sein zentrales Thema. Das Leid, die Verantwortung und die moralische Herausforderung des Einzelnen stehen im Mittelpunkt vieler seiner Dramen. KINOSHITAs Ablehnung des feudalen, militaristischen Japans ist dabei nicht zu übersehen. Mit CARMEN COMES HOME (1951) brachte er den ersten japanischen Farbfilm ins Kino, eine sommerliche Komödie mit ernsten Zwischentönen. KINOSHITA, der auch immer wieder den Kontrast zwischen Land und Stadt thematisiert, gilt als der Humanist des japanischen Nachkriegskinos. Seine sensibel dargestellten Figuren und deren Schicksale berühren noch heute.

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